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13.4 Wellentypen

Quelle: Mitschrift §6.2.4 · ➕ Themenpool

Transversalwellen — Auslenkung senkrecht zur Ausbreitung: EM-Wellen, Wasserwellen, Federwellen. Longitudinalwellen — Auslenkung parallel zur Ausbreitung: Schallwellen, Federwellen.

Warum muss Schall in Luft longitudinal sein? (beliebte Prüfungsfrage) Eine Transversalwelle braucht ein Medium, das Scherung überträgt (die Nachbarschicht „seitlich mitzieht") — eine rücktreibende Scherkraft haben nur Festkörper. Gase und Flüssigkeiten haben keine; sie lassen sich nur verdichten und verdünnen → Schall in Luft ist zwingend eine Druck-/Verdichtungswelle = longitudinal. (Im Festkörper geht beides: Erdbebenwellen gibt es als P-Wellen (longitudinal, schneller) und S-Wellen (transversal) — S-Wellen kommen nicht durch den flüssigen äußeren Erdkern, der geophysikalische Beleg für „Fluide scheren nicht".) ✎ Warum steht die Feder in beiden Listen? Dieselbe Feder trägt beide Typen: Das Ende quer schütteln → Transversalwelle; längs stoßen/ziehen → Longitudinalwelle. Der Wellentyp hängt also von der Anregung ab, nicht nur vom Medium. ✎ Woher weiß man, dass Licht transversal ist? Polarisation: Nur eine Transversalwelle hat eine „Schwingungsrichtung", die sich herausfiltern lässt (Polfilter/Polarisations-Sonnenbrille). Bei einer Longitudinalwelle gibt es nichts zu polarisieren.